Über mich

Ich bin Hanna Wilzopolski und möchte mit diesem Blog Menschen informieren und unterstützen, ein zufriedeneres und entspannteres Altern zu erleben.

Aktuell befinde mich in meinen besten Jahren (55+). Vielleicht beschäftige ich mich, weil ich mittendrin bin, mit dem Thema Pro Aging. Den letzten Impuls erhielt ich jedoch beim Sehen des Experiments von Jenke von Wilmsdorff, sich in 100 Tagen optisch um 20 Jahre verjüngen zu
lassen (2020). Letztlich unterzog er sich einer Schönheits-OP. Ich war entsetzt über den Verlust an Persönlichkeit, den sein stark Falten reduziertes Gesicht nach der OP ausstrahlte. Für mich kann das nicht der richtige Weg sein

Meine Erfahrungen mit älteren Menschen
Zu meinen Großeltern hatte ich eine enge Beziehung. Für mich waren sie eine Art ruhiger Hafen. – Vermutlich wegen ihrer Lebenserfahrung und dadurch resultierenden Gelassenheit. Ich habe Kontakt zu jüngeren und älteren Menschen, die mal länger, mal kürzer mein Leben begleiten. Deren Alter spielt für mich weder früher noch heute eine Rolle. Für mich ist der Mensch wesentlich. Sowohl von Reiferen als auch von den Jüngeren lerne ich.

Von meinen älteren Freunden habe ich gelernt, dass der Kontakt zu jüngeren Menschen jung hält. Insbesondere eine Freundin, die 39 Jahre älter ist als ich, möchte ich erwähnen. Wir haben uns vor über 30 Jahren auf einer Reise kennen gelernt. Sie ist ihr ganzes Leben neugierig,
beschäftigt sich im hohen Alter mit neuen Themen und hat stets neue Menschen kennengelernt. Sie ist für mich ein Vorbild für jede Lebensphase.

Meine Erfahrungen mit dem Altern
Ich glaube, dass jede Person unterschiedlich mit dem eigenen Alterungsprozess
zurechtkommt und auch damit umgeht. Nicht jedem fällt es leicht. Manche hadern damit.
Ich selbst bekam – erblich bedingt – mit Anfang dreißig die ersten grauen Haare. Damals war ich mitten im Studium, mit dem ich mit Ende zwanzig begann. Mir machte es wenig aus. Mit zunehmendem Alter war ich erstaunt, wie oft ich darauf aufmerksam gemacht und gefragt
wurde, ob ich es nicht färben lassen wollte. Was ich nicht gemacht habe.

Ich glaube, dass die Kunst des Alterns darin liegt, es zuzulassen und offen für die Veränderungen zu sein, die auf einen zukommen. Achtsam zu sein, wie oder womit sich das Leben im Alter erleichtern lässt. Welche Hilfsmittel oder Tricks es gibt, auch im Alter aktiv, agil und
genussbereit zu sein. Das Leben mit Erfahrung wird neu ausgerichtet. Werte, Prioritäten können sich – wie auch der Lebensalltag – verändern. Wir Älteren sind in der Lage, Jüngeren viel mitzuteilen – auf unterschiedlichen Arten und Wegen. Und sei es nur, indem wir ihnen
zeigen, wie Älterwerden im positiven Sinn funktioniert.
Vielleicht stimmt auch, dass eine Person immer so alt ist, wie sie sich fühlt. Und wenn sie sich jung fühlt… Auch ist ein 50-jähriger für einen 8-jährigen uralt. Doch für eine 90-jährige Person ist er jung. Es kommt auf die eigene Position bzw. Perspektive an. Und natürlich auf die eigene
Einstellung dem Alter gegenüber.

Meine Erfahrungen mit Abschied und Loslassen
Für mich gehören Abschiede zum Leben, da ich im ländlichen Raum aufgewachsen bin und wir Tiere für den Eigenbedarf geschlachtet und gegessen haben. Auch das eine oder andere Haustier starb in meiner Kindheit.
Doch nichts davon bereitete mich auf den Verlust von geliebten Personen vor. Der Tod – vor allem – meiner Großeltern, der kurz aufeinander erfolgte, war für mich ein starker Verlust. Eine Anlaufstelle, um mich zu „erden“, war verschwunden. Mein Leben umgekrempelt und ein Herzensloch hinterließ der Tod meiner Mutter als ich 24 Jahre alt war. Ich lebte noch zu
Hause, war aber im Aufbruch in ein neues Leben. Während dieses Veränderungsprozesses und auch später hätte ich gerne den einen oder anderen Rat von ihr erhalten. In Gedanken habe ich mir lange Jahre vorgestellt, was sie zu dem einen oder anderen meiner Themen gesagt hätte.

Inzwischen bin ich Mutter eines Pubertiers, dass sich entschied nach seiner Grundschulzeit bei seinem Vater zu leben. Während dieser Zeit durchlebte ich einen weiteren – sehr herausfordernden – Trennungsprozess. Mittlerweile genieße ich das Leben als
Wochenendmutter. U. A. kann ich mich dadurch diesem Blog widmen.

Was es sonst noch über mich zu berichten gibt
Ich bin in Dithmarschen geboren. In meiner Jugend und dem frühen Erwachsenenalter spielte ich Fußball und war auch als Trainerin tätig. Da Sport für mein Wohlbefinden schon immer wichtig war, habe ich nach meiner aktiven Fußball-Laufbahn verschiedenste andere Aktionsformen ausprobiert, Thai Chi, Klettern, Bogenschießen, Meditieren. Aktuell genieße ich Yoga, Krafttraining und Laufen. Hierbei geht es mir nicht um höher, schneller, weiter. Ich brauche Bewegung zur Entspannung, zum Stressabbau und um Rückschmerzen entgegenzuwirken. Damit werde ich keineswegs im Alter aufhören.

Nach und nach arbeitete ich mich aus dem Norden gen Süden vor und lebe nach etlichen Stationen im In- und Ausland seit über zwanzig Jahren in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Bei dieser Wanderung entdeckte ich, dass Heimat für mich keine Orte, sondern Menschen und ein Sich-Wohlfühlen sind. Das habe ich hier gefunden.

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