Gehirnjogging: Die besten Tipps für dein Gedächtnistraining
Stell dir vor, du gehst einkaufen – und erinnerst dich ganz ohne Einkaufszettel an alles, was du brauchst. Du führst lebendige Gespräche, ohne den Faden zu verlieren. Und du merkst beim Lesen, dass du dich wieder besser konzentrieren kannst. Klingt gut? Dann habe ich eine wunderbare Nachricht für dich: Dein Gehirn kann das trainieren – in jedem Alter.
Du bist nie zu alt, um mit Gehirnjogging anzufangen – im Gegenteil: Wer seine grauen Zellen fordert, bleibt wacher, sicherer und unabhängiger im Alltag.
In diesem Artikel erfährst du u. a., die Vorteile von Gedächtnistraining für Senioren und Seniorinnen, wie Gehirntrainings wirkt und wo seine Grenzen sind.
Das Wichtigste in Kürze:
- Gehirnjogging stärkt im Alter Konzentration, Merkfähigkeit und Denkflexibilität – schon 10 bis 15 Minuten täglich genügen, um geistig fit und selbstständig zu bleiben. Studien wie die ACTIVE- und SimA-Studie belegen signifikante Effekte bis ins hohe Alter.
- Der größte Nutzen entsteht durch regelmäßiges, spielerisches Training, das Freude macht und sich leicht in den Alltag integrieren lässt – z. B. durch Rätsel, Wortspiele oder Apps. Abwechslung hält das Gehirn wach und fördert die Motivation.
- Die Kombination von Bewegung und kognitivem Training („Dual-Task-Übungen“) verstärkt die positiven Effekte auf geistige Fitness deutlich. Bereits einfache Aufgaben wie Denken während des Spazierengehens wirken als natürlicher Gehirn-Booster.
- Gruppen- und Partnerübungen sorgen für zusätzliche Motivation, fördern soziale Kontakte und steigern das seelische Wohlbefinden. Gemeinsames Lösen von Denkaufgaben stärkt nicht nur das Gedächtnis, sondern auch Lebensfreude und Zugehörigkeit.
- Gedächtnistraining ist kein Allheilmittel, kann jedoch das Fortschreiten kognitiver Einschränkungen verlangsamen und die Lebensqualität spürbar verbessern – sowohl präventiv als auch begleitend bei leichter Demenz. Wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben und konsequent, aber spielerisch zu üben.
Was ist Gedächtnistraining für Seniorinnen und Senioren – und wofür ist es gut?
Gedächtnistraining im Alter bezeichnet gezielte Gedächtnistrainingübungen, Gedächtnisspiele und Methoden, die darauf abzielen, die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen zu erhalten und zu fördern. Dabei geht es nicht nur darum, sich Namen, Zahlen oder Wege besser merken zu können. Vielmehr stärkt regelmäßiges Gehirnjogging deine Konzentration, fördert deine Orientierung und unterstützt deine Fähigkeit, Informationen schneller zu verarbeiten.
Exkurs:
Was ist der Unterschied zwischen Gedächtnistraining und Gehirnjogging?
Gedächtnistraining ist meist strukturierter und gezielter; etwa in der Seniorenarbeit oder Therapie. Gehirnjogging ist spielerischer und kann z. B. mit Gedächtnistraining Apps, Rätseln oder Quizfragen erfolgen. Beide Ansätze fördern die geistige Fitness und lassen sich gut kombinieren.
Welche Vorteile bietet Gedächtnistraining?
Im Alltag zeigt sich das auf vielfältige Weise: Wer geistig fit ist, fühlt sich sicherer im Gespräch, reagiert flexibler auf Veränderungen – etwa bei Terminen oder beim Umgang mit neuen technischen Geräten – und bleibt unabhängiger.
Ein trainiertes Gehirn hilft dir
- dich im Supermarkt an den Einkaufszettel zu erinnern, wenn du ihn vergessen hast,
- bei Gesprächen den Faden nicht zu verlieren oder
- beim Lesen komplexe Inhalte besser zu erfassen.
Ziel des Trainings ist es nicht, „alles perfekt zu wissen“ – sondern das eigene Denkvermögen aktiv zu halten.
Geistige Fitness ist Lebensqualität
Der Mensch lernt ein Leben lang. Und genau das macht kognitives Training für Senioren und Seniorinnen so wertvoll. Denn es erinnert daran, dass Entwicklung auch im Alter möglich ist – und Freude macht. Studien zeigen, dass regelmäßiges Gedächtnistraining oder das Lernen von Neuem das Risiko für geistigen Abbau verringern und sogar präventiv gegen Demenz wirken kann.
Auch das seelische Wohlbefinden profitiert. Denn, wer merkt, dass die grauen Zellen arbeiten, fühlt sich lebendig, zugehörig und oft auch motivierter, Neues auszuprobieren.
Selbsttest: Wie steht es um meine geistige Fitness?
Manchmal hilft ein kleiner Selbsttest ganz ohne Druck, rein zur Orientierung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fit das eigene Gedächtnis gerade ist. Dabei geht es nicht um richtige oder falsche Antworten, sondern darum, die eigene Wahrnehmung zu schärfen: Wie gut kann ich mir Dinge merken? Wie konzentriert bin ich? Und wo möchte ich vielleicht gezielt trainieren?
Mini-Gedächtnis-Selbsttest – einfach mal ausprobieren
Beantworte die folgenden fünf Fragen spontan und ehrlich für dich selbst:
- Kannst du dir neue Namen oder Telefonnummern gut merken?
- Fällt es dir leicht, dich an vergangene Ereignisse oder Gespräche zu erinnern?
- Verlierst du häufiger den Faden in Gesprächen oder beim Lesen?
- Hast du manchmal Mühe, dich an alltägliche Aufgaben zu erinnern (z. Termine, Einkäufe)?
- Löst du regelmäßig Denkaufgaben wie Rätsel, Rechen- oder Sprachspiele?
Hinweis: Dieser Test ist unverbindlich und dient lediglich einer Selbsteinschätzung.
Welche Übungen zum Gedächtnistraining sind besonders effektiv?
Effektives Training für das Gehirn muss weder kompliziert noch zeitaufwendig sein. Im Gegenteil: Die besten Übungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren und machen dabei sogar Freude.
Zahlreiche Anregungen und Vorschläge findest du im Artikel
„Gedächtnistraining Übungen – effektiv und kostenlos“
Wie oft und wie lange solltest du Gedächtnistraining machen?
Wie beim Sport gilt auch beim Gehirntraining: Regelmäßigkeit zählt mehr als Intensität.
Schon 10 bis 15 Minuten täglich reichen aus, um das Gehirn auf Trab zu halten. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit. Auch kleine Einheiten zwischendurch – etwa beim Frühstück oder beim Spazierengehen – zeigen eine positive Wirkung.
Empfehlung für Dauer und Häufigkeit deines Gehirntrainings
3- bis 5-mal pro Woche für jeweils 10 bis 30 Minuten.
Tipp: Wichtig ist, dass das Training dir Freude macht und nicht zur Pflicht wird. Lieber übst du öfter kurz und spielerisch, als dich einmal pro Woche zu überfordern.
„Das Gedächtnis ist das Schreiben der Seele.“
Aristoteles
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Buchtipp:
Gedächtnistraining für Senioren: Das XXL-Gehirnjogging-Rätselbuch
Wie du dein Gehirn effektiv trainierst und deine Hirnleistung selbst im hohen Alter maximal hältst!
Willst du dein Gedächtnis auf spaßige Art und Weise trainieren, um im Alltag nicht mehr so viel zu vergessen? Möchtest du dir Termine, Namen oder Gelesenes wieder besser merken? Würdest du gerne altersbedingten Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz erfolgreich entgegenwirken?
Vier Tipps für eine langfristige Motivation beim Gedächtnistraining
1. Setze dir kleine Ziele
Zum Beispiel eine Woche lang täglich ein Wortspiel oder Merkspiel ausprobieren.
2. Wechsle die Übungen regelmäßig
Abwechslung hält das Gehirn wach und beugt Langeweile vor.
3. Trainiere gemeinsam
In der Gruppe macht Gehirnjogging mehr Spaß, motiviert stärker und sorgt für neue Impulse.
4. Belohne dich
Nach dem Training eine Tasse Kaffee, ein gutes Buch oder ein Spaziergang. Das motiviert dich zum Dranbleiben.
Denk daran: Jede Übung zählt. Auch, wenn es nur ein kurzes Kreuzworträtsel am Frühstückstisch ist. Entscheidend ist, dass du dein Gehirn regelmäßig trainierst und dich dabei wohlfühlst.
Was bringt Gehirnjogging ab 50 plus wirklich?
Gehirnjogging für Seniorinnen und Senioren ist weit mehr als nur ein Zeitvertreib. Studien zeigen, dass gezieltes kognitives Training positive Effekte auf das Arbeitsgedächtnis, die Aufmerksamkeit und die geistige Flexibilität haben kann (Quelle: Gedächtnistraining, Institut für Studien zur psychischen Gesundheit). Vor allem, wenn es regelmäßig und abwechslungsreich durchgeführt wird.
Wo liegen die Grenzen von Gehirntraining?
Gedächtnistraining ist kein Wundermittel. Es ersetzt keine medizinische Behandlung und kann bestehende neurologische Erkrankungen nicht heilen. Auch übertriebene Erwartungen führen leicht zu Frust.
Doch innerhalb seiner Möglichkeiten ist kognitives Training für Senioren und Seniorinnen ein wertvolles Instrument: Es erhält geistige Fähigkeiten, stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert, sich aktiv mit dem eigenen Denken auseinanderzusetzen.
Fazit: Gehirnjogging wirkt
- je früher damit angefangen wird
- als wirksamer Baustein für ein selbst bestimmtes, geistig aktives Leben im Alter
- verstärkt in Kombination mit motorischem Training.
Gibt es kostenlose Gehirnjogging-Angebote für Seniorinnen und Senioren?
Ja, und davon eine ganze Menge! Wer sein Gehirn fit halten möchte, muss dafür kein Geld ausgeben. Es gibt zahlreiche kostenlose Angebote, die du sofort nutzen kannst. Und das ganz unkompliziert und oft sogar ohne Anmeldung.
In diesen Artikeln findest du zahlreiche Vorschläge
>> Gedächtnistraining Übungen – effektiv und kostenlos
>> Die besten Gedächtnistraining Apps für Seniorinnen und Senioren
Was ist der Unterschied zwischen kognitivem Training und Gedächtnistraining?
Die Begriffe kognitives Training und Gedächtnistraining werden häufig gleichgesetzt. Jedoch gibt es feine Unterschiede. Obwohl beide darauf abzielen, die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte.
Gedächtnistraining stärkt gezielt das Erinnerungsvermögen
Gedächtnistraining konzentriert sich vor allem auf das Merken und Abrufen von Informationen. Typische Übungen trainieren:
- das Kurz- und Langzeitgedächtnis, z. B. Einkaufsliste, Geburtstage,
- die Merkfähigkeit für Zahlen, Wörter oder Namen, z. B. Telefonnummern,
- das Speichern und Wiedergeben von Inhalten, z. B. Gedichte, Lieder.
>> Dabei geht es darum, sich Dinge bewusster einzuprägen und im Alltag leichter wieder abzurufen. Sei es beim Einkaufen, im Gespräch oder beim Planen des Tages.
Kognitives Training fördert ganzheitliches Denken
Kognitives Training umfasst mehr als das Gedächtnis allein. Es bezieht verschiedene geistige Fähigkeiten mit ein, zum Beispiel:
- Aufmerksamkeit und Konzentration,
- logisches Denken,
- Sprachverständnis,
- Problemlösungsfähigkeiten.
>> Das Ziel ist es, die gesamte kognitive Leistungsfähigkeit zu erhalten. Also all das, was unser Denken, Verstehen und Entscheiden im Alltag ausmacht.
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Der SingLiesel Verlag
Persönliche Erfahrungen bilden den Grundstein
Der SingLiesel-Verlag wurde als Initiative von Angehörigen gegründet. Ziel ist es, Bücher und Spiele für ältere Menschen zu schaffen, die vor allem Freude bereiten – und Angehörige und Pflegekräfte im Alltag entlasten.
Im Mittelpunkt stehen die Interessen, Bedürfnisse und Erfahrungen älterer Menschen, ob mit oder ohne Demenz. Und das Lachen, das gemeinsame Erleben und die schönen Momente.
>> Ausgewählte Bücher für Senioren. Auch mit Demenz
>> Spiele für Senioren – Gemeinsam lachen, spielen und erinnern
>> Ausgewählte Aktivierungen, Übungen für das Gedächtnis, Geschichten u.v.m. (eBooks und PDFs)
„Das Gedächtnis ist der Schatz und Hüter aller Dinge.“
Marcus Tullius Cicero
Gehirnjogging 50 plus: Einstieg auch ohne Vorkenntnisse
Du hast noch nie bewusst dein Gedächtnis trainiert? Kein Problem! Gehirnjogging ab 50 ist für alle geeignet – auch für Einsteigende. Der wichtigste Schritt ist, einfach anzufangen. Denn schon kleine Denkimpulse können einen großen Unterschied machen.
Deine Motivation für den Einstieg ins Gehirntraining
Der Gedanke, „Das kann ich doch sowieso nicht mehr“, hält viele davon ab, überhaupt zu starten. Doch genau das Gegenteil ist richtig: Dein Gehirn bleibt lernfähig – ein Leben lang. Je früher und regelmäßiger du es forderst, desto länger bleiben Konzentration, Merkfähigkeit und Denkflexibilität erhalten.
Das Beste: Du brauchst weder besondere Ausstattung noch technisches Wissen. Ein Stift, ein Blatt Papier oder ein paar Minuten Zeit reichen völlig aus.
Erste einfache Übungen zum Mitmachen
Hier findest du drei ganz einfache Übungen, mit denen du sofort loslegen kannst:
1. Übung: Wortkette
Nimm ein beliebiges Wort – z. B. „Fenster“ – und bilde damit eine Kette, bei der das nächste Wort mit dem letzten Buchstaben beginnt: Fenster – Regal – Lampe – Essen …
2. Übung: Merkliste
Schreibe dir fünf Begriffe auf (z. B. Apfel, Schlüssel, Zeitung, Brille, Milch), lies sie Dir kurz ein, verdecke sie und versuche, sie aufzuzählen.
3. Übung: Zahlen merken
Lass dir von jemandem fünf zweistellige Zahlen vorlesen. Nenne sie nach einer kurzen Pause in der richtigen Reihenfolge.
Tipp: Diese Übungen lassen sich beliebig variieren und steigern.
Wichtig ist: Bleib spielerisch, geduldig und hab Freude am Entdecken und Ausprobieren deiner geistigen Stärken.
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Hörbuchtipp:
Gedächtnistraining für Senioren – Das XXL Gehirnjogging Rätselbuch mit 250 genialen Denksport-Übungen: Knobelspiele, Logikrätsel, Kreuzworträtsel
Mit diesem Buch hast du deinen perfekten Gehirntrainer gefunden! Denn tatsächlich musst du die abnehmende Gedächtnis- oder Konzentrationsfähigkeit im Alter nicht einfach hinnehmen, sondern hast ganz im Gegenteil eine mächtige Waffe dagegen in der Hand: Gehirnjogging.
Wie das kinderleicht und für jedermann gelingt, zeigt dieses spannende und unterhaltsame Übungsbuch.
Fünf Tipps, wie Gedächtnisspiel-Übungen sinnvoll genutzt werden
Welche Rolle spielt Gedächtnistraining in der Gruppe?
Gemeinsam trainiert es sich leichter – und oft auch motivierter. Das Gehirn trainieren in der Gruppe bringt viele Vorteile mit sich, die weit über das eigentliche Üben hinausgehen. Denn wer mit anderen zusammen denkt, lacht, rätselt und sich austauscht, fördert sowohl sein Gedächtnis als auch – durch das soziale Miteinander – seine Lebensfreude.
Motivation durch Gemeinschaft
In der Gruppe fällt es vielen leichter „dranzubleiben“. Regelmäßige Termine schaffen Struktur, gegenseitige Ermutigung sorgt für Durchhaltevermögen und die gemeinsam gelösten Übungen machen oft mehr Spaß.
Auch wer sich vielleicht alleine nicht motivieren kann, erlebt in der Gruppe ein neues Miteinander und spürt: Ich bin nicht allein mit dem Wunsch, geistig fit zu bleiben.
Austausch und Spaß im Vordergrund
Senioren Gedächtnistraining in der Gruppe heißt auch: miteinander lachen, sich erinnern, voneinander lernen. Gerade bei älteren Menschen spielt der soziale Kontakt eine zentrale Rolle für das seelische Wohlbefinden. Gehirnjogging 50 plus kann hier ein wertvoller Anker sein.
Ideen für Gruppenspiele und Übungen
Entdecke viele Ideen und Vorschläge für gemeinsames Training für das Gehirn – auch kostenlos:
Digitale Spiele für unterwegs oder zuhause
Für Seniorinnen und Senioren besonders geeignet sind Apps – ob fürs Tablet oder Smartphone – mit
- einfacher Bedienung,
- großer Schrift,
- individuell anpassbarem Schwierigkeitsgrad und
- abwechslungsreichen Aufgaben.
Gedächtnistraining bei Demenz und leichten kognitiven Einschränkungen
Gedächtnistraining kann auch bei Demenz oder beginnenden Gedächtnisproblemen hilfreich sein. Jedoch ist der Fokus ein anderer als beim klassischen Gehirnjogging 50 plus. Denn, es geht dabei weniger um eine Leistungssteigerung, sondern vielmehr um den Erhalt vorhandener Fähigkeiten, um Orientierung, Selbstständigkeit und Lebensqualität so lange wie möglich zu bewahren.
Abgrenzung zu medizinischen Trainingsprogrammen
Im frühen Stadium einer Demenz oder bei leichten kognitiven Einschränkungen kann gezieltes Gedächtnistraining unterstützen; ergänzend zur medizinischen oder therapeutischen Begleitung. Hierbei kommen oft speziell angepasste Übungen zum Einsatz, die an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sind. In vielen Fällen sind auch sogenannte neuropsychologische Trainingsprogramme Teil der Behandlung, etwa unter Anleitung von Ergotherapeut:innen oder geschultem Fachpersonal.
Beachte, dass Gedächtnistraining keine medizinische Therapie ersetzt. Es kann jedoch helfen, Ressourcen zu aktivieren, Tagesstrukturen zu festigen und positive Erlebnisse zu schaffen.
Was Angehörige beachten sollten
Wenn ein Familienmitglied von kognitivem Abbau betroffen ist, können gemeinsame Gedächtnisübungen eine wertvolle Möglichkeit sein, Verbindung und Vertrauen zu stärken.
Dabei gilt:
- Niemals unter Druck setzen oder korrigieren. Fehler sind erlaubt. Es geht um das Erleben, nicht um „richtig“ oder „falsch“.
- Lob und Ermutigung sind wichtiger als Ergebnisorientierung.
- Alltagsbezug hilft: Gemeinsam Fotos anschauen, Lieblingslieder hören, bekannte Abläufe wie Kochen oder Tisch decken bewusst begleiten.
- Rituale und Wiederholungen geben Sicherheit.
Tipp: Für Angehörige kann es zudem entlastend sein, an Gruppenkursen mit professioneller Anleitung teilzunehmen oder sich über unterstützende Angebote in der Region zu informieren.
Kombination aus Bewegung und Gedächtnistraining
Körper und Geist arbeiten eng zusammen. Das zeigt sich besonders deutlich im Alter. Denn, wer sich regelmäßig bewegt, fördert sowohl seine körperliche Gesundheit als auch die geistige Leistungsfähigkeit.
Studien belegen: Bewegung wirkt wie ein natürlicher Gehirn-Booster (Quelle: ÄrzteZeitung „Wie regelmäßiger Sport das Hirn auf Trab hält“). Noch wirkungsvoller wird es, wenn du körperliche Aktivität mit kognitivem Training kombinierst – z. B. in Form von sogenannten „Dual Task“-Übungen.
Dual-Task Training sind Einheiten, die gleichzeitig körperliche und kognitive Aufgaben beinhalten.
Bewegung aktiviert das Gehirn
Schon ein Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung, verbessert die Durchblutung des Gehirns und hebt die Stimmung. In Kombination mit kleinen Denksportaufgaben wird daraus ein effektives, alltagstaugliches Training für Körper und Geist.
Beispiele für einfache Kombinationen findest du im Artikel
>> Gedächtnistraining Übungen – effektiv und kostenlos
Auswertung deines Selbsttests
Du hast die meisten Fragen mit „Ja“ beantwortet?
Glückwunsch! Du scheinst geistig sehr aktiv zu sein. Weiter so!
Du hast öfter „Nein“ oder „Manchmal“ geantwortet?
Kein Grund zur Sorge. Jedoch lohnt es sich vielleicht für dich, Gedächtnistraining bewusster in deinen Alltag zu integrieren. Kleine Übungen können viel bewirken.
Tipp: Wiederhole den Test in ein paar Wochen. Dann kannst du direkt sehen, ob sich dein persönliches Training schon bemerkbar macht.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema Gehirnjogging für Senior:innen
Wird Gedächtnistraining von der Krankenkasse bezahlt?
In der Regel wird freies Gedächtnistraining zuhause oder in Gruppen nicht von der Krankenkasse finanziert. Ausnahmen sind möglich, wenn das Training im Rahmen eines anerkannten Präventionskurses stattfindet oder ärztlich verordnet wird. Etwa bei leichten kognitiven Einschränkungen oder im Rahmen einer ergotherapeutischen Behandlung. Am besten fragst du direkt bei deiner Krankenkasse nach, welche Angebote unterstützt werden.
Warum ist Gedächtnistraining im Alter so wichtig?
Mit den Jahren verändert sich unsere geistige Leistungsfähigkeit. Das ist völlig normal. Doch du kannst aktiv etwas dafür tun, um deine kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Gedächtnistraining für Senioren und Seniorinnen hilft dir dabei:
- deine Konzentration zu verbessern
- deine Wortfindung zu erleichtern
- deine Orientierung und Reaktionsfähigkeit zu fördern
- das Selbstvertrauen in Alltagssituationen zu stärken
Besonders wirksam ist es, wenn du regelmäßig trainierst. Genau wie beim Sport für den Körper.
Welche Studien dokumentieren wissenschaftlich belegte Effekte von Gedächtnistraining im Alter
ACTIVE-Studie (USA)
Die „Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly“-Studie (ACTIVE) untersuchte über 2.800 Personen ab 65 Jahren. Sie zeigte, dass gezieltes kognitives Training die geistige Leistungsfähigkeit und die Alltagskompetenz signifikant verbessern kann – mit nachweisbaren Effekten bis zu zehn Jahre nach Trainingsende.
SimA-Studie (Deutschland)
Das SimA-Programm („Selbstständigkeit im Alter“) zeigte, dass regelmäßige kognitive und psychomotorische Übungen die Gedächtnisleistung, den Gesundheitsstatus und die Selbstständigkeit von Senior:innen verbessern und das Demenzrisiko senken können.
Meine Gedanken
Heute gibt es das Bewusstsein, dass das Gehirn auch im hohen Alter trainiert werden kann und sollte. Zudem gibt es durch das Angebot im Internet so viele – auch kostenlose Möglichkeiten – wie nie zu vor.
Nutze die Möglichkeiten, die dir liegen. Und denk dran: Es ist nie zu spät, dein Gehirn in Bewegung zu bringen.
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Wie denkst du über Gedächtnistraining im Alter? Bist du schon aktiv? Falls ja, welche Tipps kannst du uns geben?